Das Rechtliche

Wie wir bereits in unserem Beitrag zum Standesamt geschrieben haben, haben wir für unsere zivile Hochzeit das Standesamt Landstraße, im 3. Wiener Gemeindebezirk ausgesucht. Immer wieder wollten einige Leute von uns wissen, warum wir uns ausgerechnet für dieses Standesamt entschieden haben. Grundsätzlich hatten wir die Möglichkeit jedes Standesamt in Wien auszuwählen, Präferenzen oder Kriterien hatten wir nicht (ausgenommen den Punkt, dass es halbwegs gut erreichbar sein sollte). Wir haben uns dahingehen einfach nach den freien Terminen gerichtet. Da wir den Gedanken schön fanden, an unserem Jahrestag zu heiraten, haben wir das Standesamt ausgewählt, welches an diesem Tag auch zu einer angenehmen Uhrzeit verfügbar war.

„Den Behördengang“ – wie Matthias unsere standesamtliche Hochzeit im Vorfeld immer so liebevoll genannt hat – haben wir nur im engsten Kreise und ohne übertriebenes Aufsehen „erledigt“. Auch wenn es angeblich schnell vorbei sein und bei weitem nicht so eine große Sache, wie die kirchliche Hochzeit sein würde, so war Monika doch kurz bevor es losgehen sollte sehr aufgeregt und nervös. Man darf schließlich nicht außer Acht lassen, dass man ab diesem Zeitpunkt verheiratet ist!

Kurz vor unserem wichtigen Tag wollte Monika zur Sicherheit nochmals mit dem Standesamt abklären, ob der Termin auch wirklich für uns reserviert ist und wann wer wo sein muss. Die Beamtin war anfangs etwas verblüfft über diesen Anruf, weil doch eigentlich „eh alles klar“ war. Im Nachhinein betrachtet war es aber sehr gut nochmals Absprache gehalten zu haben. So haben wir nämlich noch genug Zeit gehabt die Musikstücke für die Trauung auszuwählen und außerdem die sehr wichtige Information erhalten, dass alle Personen (nicht nur die Brautleute und Trauzeugen, sondern auch alle Gäste) bereits eine halbe Stunde vor dem Termin am Standesamt erscheinen sollen.

Wir waren überpünktlich und hatten somit keinen Stress mit unserer Anmeldung bzw. jener unserer Trauzeugen. Neben unseren Lichtbildausweisen, die wir vorzulegen hatten, mussten wir auch schon unsere Eheringe abgeben, da diese anschließend für uns bei der Trauung bereitliegen würden.

Beim Zusammenwarten und Abwarten bis Trauungsbeginn, überkam uns dann das leichte Gefühl, dass hier eine Massenabfertigung stattfindet. So hat sich bereits die nächste Hochzeitsgesellschaft versammelt, obwohl wir noch nicht einmal im Trauungssaal waren.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann aber endlich so weit. Begleitet vom Piano traten wir ein, gefolgt von unseren Trauzeugen und einer kleinen Gruppe Schaulustiger, dem engsten Kreis der Familie. Wir waren ein klein wenig amüsiert über unsere Standesbeamtin, da diese sehr übertrieben aufgeregt und wie eine schlechte Schauspielerin sprach. Diesem Moment folgte allerdings ein kurzer kalter Schauer über unsere Rücken, als es plötzlich hieß: „Nun da wir leider keine Ringe haben…“ – Mooooooomeeent! Die haben wir doch vor der Trauung abgegeben, damit diese hier für uns bereitliegen! Jetzt aber schnell, wo sind die Ringe? Hopp, hopp! Gut, dass wir die musikalische Begleitung gewählt hatten, sonst hätte sich dieser Augenblick in peinliche Stille umgewandelt. – Nachdem wir also in den Genuss eines weiteren (Bonus-)Musikstücks kommen durften, haben wir schließlich unsere Ringe getauscht und die kurze, knackige Trauung war vollbracht.

Über das kleine Hoppla mit den Ringen können wir heute zum Glück schmunzeln, so haben wir eine amüsante Anekdote unserer standesamtlichen Hochzeit zu erzählen. 🙂

Unsere kleine Hochzeitsgesellschaft haben wir anschließend ins Italic eingeladen, da wir in diesem Restaurant schon einige Male essen und immer äußerst zufrieden waren. Nicht nur der Service und die Qualität von den Speisen hat uns überzeugt, es war auch ausgesprochen gut für die Hochzeitsfeier mit einer Gruppe dieser Größe geeignet. Man hat sich dort gut um uns und unsere Gäste gekümmert.

Aufgrund des positiven Feedbacks können wir schließlich guten Gewissens sagen, dass dies eine unterhaltende Trauung sowie eine gelungene kleine Feier und damit ein toller Hochzeitstag war.

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