Die Fotografin

Obwohl Monika sehr tolle Fotografen, ihren Bruder sowie ihren Vater, in der Familie hat, war für uns von vorne herein klar, dass wir diese nicht für unsere Hochzeit „einspannen“ wollen. Gerade die nahe stehenden Angehörigen sollen die Hochzeit und die anschließende Feier genießen und nicht in unnötigen Stress geraten oder sich gar Sorgen wegen der offiziellen Hochzeitsfotos machen müssen.

So standen bei uns wieder einmal stundenlange Internetrecherchen auf dem Tagesplan. Man sollte meinen es ist einfach einen Fotografen für die eigene Hochzeit zu finden, das ist es grundsätzlich auch, denn diese gibt es wie Sand am Meer. Schon bei den beiden Hochzeitsmessen (Jänner 2015 im Messezentrum Prater sowie Oktober 2015 im Palais Auersperg) haben wir sehr viele Flyer, Heftchen und Visitenkarten zusammen gesammelt. Die meisten Fotografen waren leider auch etwas aufdringlich und haben uns die Ohren voll gequatscht, wie toll ihre Pakete sind und was sie uns zu diesen (wohl bemerkt horrenden) Preisen alles bieten können. Was sich allerdings als nicht so einfach heraus gestellt hat, war einen Fotografen zu einem halbwegs angemessenen Preis zu finden.

Einige dieser Dienstleister stellen ihre Preislisten bereits auf der Homepage zur Verfügung, sodass wir viele schon im Stadium der Recherche ausschließen konnten. Im Schnitt verlangen die Meisten für das Fotografieren einer Hochzeit EUR 150,- bis 200,- in der Stunde. Wenn man einen Fotografen für mindestens fünf Stunden eingeplant hat, kann man sich sehr schnell ausrechnen, wie tief man dafür ins Börserl greifen muss. Auch wenn viele Leute sagen, dass man sich diese Fotos eh nie wieder ansieht (so stimmen wir dem schon einmal überhaupt nicht zu), so sind dies für uns ganz besondere Momente, die so gut es geht für die Ewigkeit festgehalten werden sollen. Ärgerlich ist es auch, dass man online „Eventfotografen“ sowie dazugehörige Pakete findet, deren Preise sich plötzlich verdoppeln oder gar verdreifachen sobald das Wort Hochzeit fällt.

Bevor wir uns online auf die Suche nach einem Fotografen gemacht haben, haben wir natürlich auch Grundvoraussetzungen definiert und uns im Voraus einige Fragen gestellt: Wie lange brauchen wir den Fotografen bei unserer Hochzeit? Soll er nur die Zeremonie in der Kirche fotografieren oder wollen wir auch von der anschließenden Feier professionelle Erinnerungsfotos haben? Was stellen wir uns vor, welche Aufnahmen sind uns besonders wichtig? In welchem Stil wird fotografiert? Wo liegt unsere Schmerzgrenze, was darf dieser Dienstleister maximal pro Stunde kosten? Welche Pakete werden angeboten und wie viele Fotos beinhalten diese? Eine Recherche zahlt sich nicht aus, solange man diese Fragen für sich noch nicht beantwortet hat.

Glücklicherweise kann man sich gerade bei Fotografen die Ergebnisse online ansehen, da diese ihre Werke ausstellen, um den potentiellen Kunden zu zeigen, wo ihre Stärken liegen. Wenn einem angehenden Brautpaar die Fotos auf der Homepage nicht zusagen, diese sie überhaupt nicht ansprechen, so machen sie sich nicht die Mühe und schreiben eine Anfrage. Das ist ein sehr großer Vorteil im Gegensatz zu anderen Dienstleistern, beispielsweise einem DJ gegenüber. In unseren Augen kommt es auch sehr gut an, wenn sich ein Fotograf kurz selbst vorstellt und auch ein wenig über sich selbst schreibt. So kann man schon eine gewisse erste Sympathie entwickeln, wenn man nachlesen kann, wie lange der Dienstleister schon diesen Beruf ausübt und was ihn dazu bewegt hat dieser Leidenschaft nachzugehen.

Wir haben nach einer sehr langwierigen Suche und vielen unzufrieden stellend beantworteten Anfragen dennoch eine sehr gute Fotografin gefunden. Bei dieser stimmt unseres Erachtens nach einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis und sie hat bereits im Schriftverkehr einen sehr sympathischen Eindruck bei uns hinterlassen. Die Fotos auf ihrer Homepage haben uns zugesagt und haben unserer Meinung nach auch einen eigenen Stil, der uns ebenfalls sehr gut gefällt. Wir haben uns im Endeffekt für ein 10-Stunden-Paket entschieden und freuen uns schon sehr drauf, dass Christine uns an diesem besonderen Tag begleiten wird.

Sobald wir alle Fotos (in ausgearbeiteter Form) von Christine erhalten haben, werden wir diese auch hier, auf unserem Blog, unseren Gästen zum Download zur Verfügung stellen. Wir möchten auch an dieser Stelle schon unsere Gäste darum bitten zumindest bei den offiziellen Veranstaltungspunkten (vor allem bei der Zeremonie in der Kirche) davon abzusehen, selbst zu fotografieren. Sollten manche trotzdem nicht die Finger davon lassen können, so bitten wir darum zumindest ohne Blitz zu fotografieren, um der Fotografin nicht in die Bilder zu blitzen. Wie wir oben bereits geschildert haben, wird es von Christine professionelle Fotos geben, sodass jeder Gast die tollen Momente mit uns gemeinsam genießen kann, ohne sich Sorgen um das Festhalten und Einfangen dieser Augenblicke machen zu müssen. Danke schön! 🙂

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