Die Ringe

Der ungebrochene Kreis ist seit jeher das Symbol für die Unendlichkeit, er hat weder Anfang noch Ende und beginnt doch an jedem Punkt neu. So symbolisiert der Ring bei der Eheschließung die Bindung der Brautleute für die Ewigkeit. Mit den Eheringen trägt das Paar ein Symbol für das immerwährende Bestehen der Liebe und Verbundenheit zueinander.

Blickt man weiter in der Zeit zurück, galt der Verlobungsring früher als rechtskräftige Verpflichtung, wobei die Frau kaum etwas mitzureden hatte. Der Vater der Braut und der zukünftige Bräutigam schlossen dieses Geschäft unter sich ab, da eine Heirat aus Liebe damals Seltenheitswert hatte. Zunächst standen wirtschaftliche sowie politische Interessen und auch die Versorgung der Tochter im Mittelpunkt. Auch heutzutage beginnt alles mit dem Verlobungsring, er gilt nunmehr als Zeichen des Versprechens sich in naher Zukunft das Ja-Wort zu geben. Im Laufe der Beziehung wird allerdings schon im Vorfeld das eine oder andere Mal über das Heiraten gesprochen. Kaum ein Mann wagt den Schritt ins kalte Wasser, ohne sich seiner Sache sicher zu sein. Die Wahl des Ringes ist für den angehenden Bräutigam nicht immer ein leichtes Unterfangen, er soll komplett auf sich alleine gestellt den Geschmack seiner zukünftigen Braut treffen, sodass ihre Augen beim Heiratsantrag nicht mehr trocken bleiben und anfangen zu funkeln. *gg*

Ist die Frau einmal „überzeugt“, hat also Gefallen an dem Ring gefunden und will das Versprechen eingehen, so geht es anschließend an die Hochzeitsvorbereitungen. Das Paar muss ein Datum wählen, sich entscheiden, ob es nur standesamtlich oder auch kirchlich heiraten will, muss außerdem Räumlichkeiten für die Hochzeitsfeier finden und neben dem Outfit für die feierliche Trauung auch Eheringe finden, die beiden gefallen. Für uns war bereits im Voraus, bei der Budgetplanung klar, „wenn’s ein bisschen mehr sein darf“ dann bei den Eheringen. Diese tragen wir schließlich täglich und unser Leben lang.

Mit der Wahl bzw. der Besorgung der Eheringe haben wir uns etwas mehr Zeit gelassen. Man kann sich bereits online bei sehr vielen Juwelieren einen ersten Eindruck der Auswahl verschaffen. Preise findet man allerdings eher selten im Netz, dafür und auch um zu sehen, wie ein bestimmter Ring zu einem passt, muss man doch außer Haus. Wir waren sehr überrascht davon, dass die Ringe auf der eigenen Hand komplett anders aussehen als in einem Katalog oder noch kurz davor in der Auslage. Dankenswerterweise durfte sich Monika bereits seit der Verlobung, also schon gut ein Jahr, an einen Ring am Finger gewöhnen. Matthias hingegen hat in seinem Leben noch nie zuvor einen Ring getragen und musste sich erst langsam an dieses Thema herantasten und mit diesem Gedanken anfreunden.

Für uns persönlich war es im Vorfeld der Recherche gar nicht so leicht passende Ringe zu finden. Uns war aber von Anfang an klar, dass wir Partnerringe wollen, welche zusammen entworfen sowie hergestellt wurden und damit auch zueinander passen. Ausgeschlossen haben wir, dass wir zwei unterschiedliche Ringe wählen, sie mussten aus demselben Material sowie von der gleichen Machart sein und ein ähnliches Design haben. Bereits in den Katalogen, aber auch bei einigen Juwelieren vor Ort in der Auslage haben wir sehr viele Eheringe ausgeschlossen. Es waren teilweise dermaßen ausgefallene Designs dabei, bei denen wir uns nicht vorstellen konnten, dass sich potentielle Käufer dafür finden würden. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Die allererste Anprobe von möglichen Eheringen fand dann auf der Hochzeitsmesse Anfang Oktober 2015 im Palais Auersperg statt. Die Ringe sind uns, ausgestellt in der Vitrine von Janecka, im Vorbeigehen aufgefallen. Diese wollten wir sofort anprobieren und haben uns (vor allem Monika) auf den ersten Blick verliebt. Nichts desto trotz brauchten wir etwas Bedenkzeit und haben noch weitere Ringe anprobiert. Die wirklich sehr nette und zuvorkommende Verkäuferin, Frau Gabriele Eisl, mussten wir leider vertrösten. Wir können uns schließlich nicht vorstellen, dass man sich im Rahmen eines Impulskaufs für den Ring, den man sein Leben lang trägt, entscheidet.

Unzählige Kataloge, viele Auslagen und einige Anproben später, haben wir uns dazu entschieden, dem Juwelier Janecka eine Chance zu geben und einmal den Shop in der Linzer Straße aufzusuchen. Betreut wurden wir erneut von Frau Gabriele, was uns ausgesprochen recht war und Freude am Aussuchen potentieller Eheringe bereitete. Wir wurden nicht gestresst und durften uns trotz „Sperrstunde“ ausreichend Zeit nehmen, uns für die Ringe zu entscheiden. Durchaus unerwartet saßen wir schließlich vor neun sehr schönen Ehering-Paaren und mussten uns gemeinsam für die unsrigen entscheiden. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir sofort auf unser Bauchgefühl vertrauen können, da es schlussendlich jenes Ringepaar geworden ist, welches wir als erstes auf der Hochzeitsmesse anprobiert haben. Nichts desto trotz haben wir nahezu alle möglichen Modelle ausgeschlossen und sind uns nun zu 100 % sicher, dass wir die richtigen Ringe gefunden haben! 🙂

Bei Matthias Ring haben wir uns eine kleine Änderung gewünscht, anschließend für beide Ringe die richtigen Größen ausgewählt, uns für eine Gravur entschieden und eine Anzahlung geleistet. Frau Gabriele hat uns verlässlich wenige Tage nach unserem Besuch einen Kostenvoranschlag zugeschickt, sodass die Kosten vollkommen transparent für uns waren. Das Angebot haben wir per E-Mail bestätigt und somit den Auftrag für die Herstellung unserer Eheringe erteilt. Knapp ein Monat später hat Matthias eine SMS erhalten, dass die Ringe nun fertig und abholbereit wären. Kurz darauf fuhren wir zum Juwelier um die Ringe zu begutachten, anzuprobieren und abzuholen. Wir waren direkt überrascht, wie schön die Ringe sind, so toll hatten wir sie gar nicht mehr in Erinnerung. Sie gefallen uns so gut, dass wir es kaum erwarten können, sie endlich zu tragen.

HDR

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